Archiv für Mai 2012

… wir sind wieder da!

Nachdem es ein paar Kammerratten vom nationalen Unverstand gelungen ist, unter Verwendung frei erhältlicher Hacker-Software über mehrere Tage hinweg eine erfolgreiche DDoS-Attacke auf blogsport.de zu fahren, wurden auch wir in die überaus glückliche Lage versetzt, endlich mal wieder die massenhaft aufgelaufenen Recherchedaten auszuwerten und ein paar freie Stunden, außerhalb der digitalen Welt, in der Sonne zu verbringen. Mit frischem Mut geht es also nun auf nach Eisenach am 2.6.2012 und nach Meiningen am 9.6.2012.

Auf zur braunen 3D-Ausstellung am 9. Juni 2012 nach Meiningen

Nachdem bereits am 5. Mai 2012 in Leinefelde höchst interessante Exponate der atemberaubenden 3D-Ausstellung: „Germanische Recken im Spannungsfeld Arm-orientierter Gymnastikübungen“ zu bewundern waren, wird es am 9. Juni 2012 abermals die Möglichkeit geben, dieses Spektakel im schönen Thüringen, nämlich in Meiningen, zu erleben. Um die Reiselust noch ein wenig anzukurbeln, wird nachfolgend eine exquisite Zusammenstellung einiger besonders wertvoller Ausstellungsstücke aus Leinefelde wiedergegeben:

Altdeutsche_Armgymnastik

Der antifaschistische Kunstfreundeskreis Meiningen lädt alle Interessenten recht herzlich dazu ein, dem „Volkstod-Festival“ zum Erfolg zu verhelfen und am 9. Juni 2012 nach Meiningen zu kommen. Näheres zu den ausstellenden Künstlern und Ansätzen zur praktischen, antifaschistischen Kunstkritik findet der geneigte Freund höherer Genüsse unter: www.antifa-meiningen.tk – Bis dahin: Alerta!

Wir machen sauber!

In den letzten Tagen kam es im Stadtbereich von Nordhausen wieder einmal zu Verunreinigungen durch Aufkleber der NPD.
Wir haben dafür gesorgt, dass alles der thermischen Verwertung zugeführt wird. Gut für die Umwelt, schlecht für Nazis!

Stickercontest

Die Freunde von Disgusted Youth laden alle Anhänger einer bunten Welt dazu ein, ihre Entwürfe für die A7-Sticker von morgen einzusenden. Der beste Sticker wird demokratisch gewählt und der Gewinner erhält ein 2000-er Pack seines Stickers sowie das Vergnügen, sein Kunstwerk in jeder ordentlichen Stadt wiederzusehen. Also: Ab an die Rechner und los geht’s!

Disyouth

Nordhausen – eine aktuelle Betrachtung

Entgegen ihrer Ankündigung schaffte es die Nordhäuser Naziszene, allen voran die Autonomen Nationalisten und die NPD, nicht, das Gedenken der Bombardierung Nordhausens am 03.04.2012 für ihre Zwecke zu missbrauchen. Viel mehr stießen sie auf eine breite Öffentlichkeit, die nicht akzeptierte, dass Nazis das Gedenken für ihre einseitige Geschichtsbetrachtung benutzen.
Im Nachgang dieser Veranstaltung wurde über den Twitter-Account der Autonomen Nationalisten verkündert, man werde Personen, die sich beim Gedenken den Nazis öffentlich in der Weg stellten, „besuchen“. Solche Einschüchterungen haben Methode, wollen sie doch ein Klima der Angst schaffen, das engagierte Person davon abhält, ihre Bemühungen gegen Rechts fortzusetzen.
Das diese Androhungen zumeist nur leere Worte sind, hat sich in der Vergangenheit oft bewahrheitet. Das diesem Verbalradikalismus selten Taten folgen, dürfte besonders Denis W., den Betreiber der örtlichen Naziwebseite, ärgern, wünscht er sich doch einen quasiparamilitärischen Arm, der in der „roten Stadt für frischen Wind“ sorgt.

Obwohl es in Nordhausen ein breites Spektrum an eindeutig rechten und zumindest rechtsoffenen Personen gibt, kann sich die Szene hier nicht so etablieren, wie es einige Kader gerne möchte. Dies hat vorallem zwei Gründe. Da sich der nationale Unverstand, getreu ihrer Propaganda dem Volkstod entgegenstemmend vermehrt, verabschieden sich von Zeit zur Zeit Nazigrößen aus dem Geschäft.
Da man sich mit vollem Elan der eigenen Aufzucht hingibt, gerät das aktionistische Spielfeld zunehmend aus dem Blick. Hierbei mag es Ausnahmen geben, diese können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es im aktionsorientierten Lager keinen erkennbaren, braunen Faden gibt. Es fehlen kurzum: die Personen, welche die Szene organisieren und mobilisieren.
Ausgenommen von der von Denis W. und Alexander L. betriebenen Webseite samt Twitter-Kanal, fehlt es an zentralen Persönlichkeiten und Strukturen.
Hinzukommen Streitigkeiten innerhalb der Szene und (vermeintliche) Abgänge, die aufgrund des Drucks der Repressionsorgane im Zuge der Ermittlungen gegen NDH-CITY gefördert wurden.
Wackerfront
Abzuwarten bleibt, wie sich das politische Umfeld bei der sogenannten „Wackerfront“ entwickelt. Die Gruppe bemüht sich
um ein ultrahaftes Auftreten. Hierbei soll dem Verein und deren Führung gezeigt werden, dass man nichts mit der ehemaligen Hooligangruppe NDH-City am Hut hat. Vielmehr soll durch Choreo und Fangesänge und der damit einhergehenden „Stimmung“ das Herz des normalen Fußballzuschauers gewonnen werden. Ein klarer Schnitt und Neubeginn möchte auf diese Weise signalisiert werden. Inwieweit dies gelingen kann, da bekennende Nazis und ehemalige NDH-City-Schläger in den eigenen Reihen die Schlachtgesänge im Station mitgrölen, darf gespannt beobachtet werden.

Da war doch was..

Für diejenigen unter Ihnen, die sich nicht mit der bloßen Symptombekämpfung zufrieden geben wollen, sondern gerne auch einmal zum Kern des Stadtverunreinigungsproblems vorstoßen möchten, sei nochmals die morgige Veranstaltung in Leinefelde empfohlen:

no_Heimat

Hier sind sicherlich auch einige der geistig verirrten Nordhäuser Nationalen Schmutzfinken anzutreffen, was sich ein echter Liebhaber der Autonom-Nationalistischen-Widersprüchlichkeit nicht entgehen lassen sollte. Vielleicht haut ja der „verletzte Mann“ wieder ein paar Frauen um und lässt sich dann von der Polizei auf kunstvolle Weise falten…

Wie dem auch sei: Die antifaschistische Gegenveranstaltung zum Eichsfelder Heimattag beginnt am 5. Mai 2012 um 13 Uhr am Bahnhof in Leinefelde – also: Ab in die Provinz!

Neue Einsendung

Nach einer kurzen Verschnaufpause freuen wir uns nun umso mehr, Ihnen die neuste Einsendung zum kreativen Umgang mit Nazi-Propagandamüll zu präsentieren:

Mit Freude stellen wir fest, dass der Kreis der für eine saubere Rolandstadt engagierten Menschen um einiges größer ist als pessimistischerweise vermutet und bedanken uns für das nette Bild. Den Kritikern sei eingestanden, dass im Hinblick auf Kreativität noch einiges an Schätzen zu heben ist, aber: „noch ist nicht aller Tage Abend“.