Archiv für August 2012

Dortmund nazifrei?!

Nachdem es in NRW zuletzt ganz nett gekracht hat und der eine oder die andere Kamerad_in deshalb wohl noch immer nicht so recht weiß, wie ihm_ihr geschehen ist (siehe: Störungsmelder-Artikel zu Nazi-Vereinsverboten in NRW), sollte mensch sich spätestens am 1. September 2012 in Dortmund einfinden, um den Kamerad_innen auch noch den (ebenfalls vom Verbot bedrohten) „nationalen Antikriegstag“ zu versauen. Die zahlreichen Waffenfunde bei den zurückliegenden Hausdurchsuchungen in NRW zeigen, wie ernst es der nationale Unverstand mit dem Antikriegsgelaber meint.

Jedoch sollte mensch sich nicht zu sehr freuen, denn durch (Vereins-)Verbote, Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen (unter anderem gegen den besonders aggressiven Nationalen Widerstand Dortmund und die Kameradschaft Aachener Land) ist noch kein Blumentopf gewonnen. Denn all diese verwirrten Geister sind immer noch unterwegs und bedrohen weiterhin das schöne Leben. Denn: „Dummheit kann man nicht verbieten!“

Ebenfalls kein Grund zur Freude besteht über das gleichzeitig ausgesprochene Verbot des Antifa-Camps in Dortmund (siehe: Störungsmelder-Artikel zum Verbot des Antifa-Camps), was wieder einmal als Paradebeispiel für die Gleichsetzung von rechter Vernichtungsideologie und linker Gegenwehr im Kampf für eine befreite Gesellschaft gelten kann. Wer sich mit diesem Verbot nicht zufrieden geben möchte, findet weitere Informationen unter:

Antifa-Camp in Dortmund

Den Aufruf zur Blockade des Nazi-Gelabers am 1. September in Dortmund findet mensch unter:

Aufruf – Dortmund stellt sich quer

Werdet Teil des antifaschistischen Widerstandes und sorgt mit dafür, dass es für Nazis bald überall heißt:

Nazifrei_Bild

Erinnerst Du Dich noch an Rostock-Lichtenhagen?

Zum zwanzigsten Mal jähren sich nun bald die Ereignisse von Rostock-Lichtenhagen vom August 1992, wo ein rassistischer Mob aus Neonazis und Bürgern aus der vermeintlich demokratischen und vom Extremismusvorwurf gänzlich frei gesprochenen Mitte der Gesellschaft die Zentrale Aufnahmestelle für Asylsuchende und eine benachbarte Vertragsarbeiter_Innen-Unterkunft über mehrere Tage hinweg angriff und dabei auch den Tod von Frauen und Kindern billigend in Kauf genommen hätte. Unzählige Umherstehenden quittierten diesen Wahnsinn noch mit freudigem Jubeln und dem Grölen menschenfeindlicher Parolen. Spätestens hinterher war mensch jedoch um keine noch so fadenscheinige Ausrede verlegen, um das eigene Gewissen zu beruhigen und die eigene Person von Schuld frei zu sprechen. Eine kleine, musikalisch untermalte Impression der Ereignisse findet mensch im nachfolgenden Musikstück:

No Nation Mixtape 2009 – Lichtenhagen 1992

Um die Wut und die Empörung über diese Ereignisse nicht nur in sich hinein zu fressen, sondern mit anderen fühlenden Menschen in nutzbare Energie umzusetzen, die eine gesellschaftliche Veränderung bewegen helfen kann und laut herausschreit, was sich das deutsche Gewissen verschwiegen wünscht, sollte jede_R am 25. August 2012 nach Rostock-Lichtenhagen aufbrechen und die antifaschistischen Demonstrationen unterstützen, die unter den nachfolgenden Links zu finden sind:

Demo: Grenzenlose Soldarität // 25. Au­gust 2012 // 14Uhr // Bahn­hof Lüt­ten Klein
Demo: Das Problem heißt Rassismus // 25. Au­gust 2012 // 14Uhr // Rostock-Lichtenhagen

Wer mehr über das rassistische Pogrom von Rostock-Lichtenhagen wissen möchte, der sei auf den nachfolgenden Wiki-Eintrag:

Wikipedia-Artikel über Pogrom von Rostock-Lichtenhagen

und den Dokumentarfilm:

„The truth lies in Rostock“

verwiesen. Für grenzenlose Solidarität und gegen jeden Nationalismus! Alerta Antifascista! Auf nach Rostock-Lichtenhagen!

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Bad Nenndorf 2012 – eine kleine Presserevue

Der Nebel hat sich gelegt, die wohl mittlerweile weltberühmten Pyramiden von Bad Nenndorf sind abgerissen und das letzte Schloss des antifaschistischen Bahnbremskommandos ist wieder geöffnet worden. Was bleibt vom Trauermarsch, ist eine weitere Niederlage für den nationalen Unverstand, der mit – im Vergleich zum Vorjahr – abermals verminderter Truppenstärke (mit übrigens sehr undeutscher Verspätung – das muss besser werden!) anrückte, um inmitten einer feiernden Stadt zum Zwecke des Geschichtsrevisionismus zu trauern…

Ein sehr empfehlenswerter Artikel über die Ereignisse des 4. August 2012 in Bad Nenndorf findet sich wieder einmal im Störungsmelder der Zeit:

Zeit-Artikel zu Bad Nenndorf 2012

Eine ganze Sammlung an weiteren Berichten über Bad Nenndorf sowie eine Bildergalerie der schönsten Momente und deutschesten Kamerad_Innen des diesjährigen Aufmarsches findet mensch unter:

Pressespiegel und Bilder zu Bad Nenndorf 2012

Nazi zu sein, heißt scheinbar, eine ziemlich unerfreuliche Freizeit zu haben – wenn mensch davon mal keine Depressionen bekommt: Magdeburg? – Flaschenpost!; Dresden? – Verloren!; Bad Nenndorf? – Verkackt!; Flagschiff? – Versenkt! und Dortmund??? – wir arbeiten daran!!!

Sommer, Sonne, Antifa!!!