Perlen braunen Humors…

Ach, wie wünschte mensch sich doch, dass unsere werten Nazen sich nicht in fremdem Handwerke versuchten. Doch nein, auch diesen Gefallen braucht mensch sich von den Vertreter*innen des nationalen Unverstandes nicht zu erhoffen. Die Begriffe: Scherz, Humor und Spaß werden mit ihrer Übertragung ins Nazensprech und -denk in ihr Gegenteil verkehrt, nämlich zu Boshaftigkeit, Erniedrigung und Hass. Ein paar Kostproben? Bitte sehr:

Den Anfang macht der folgende Kommentar vom 26. März 2013, der die 214 dokumentierten Straftaten durch Nazen in Nordhausen (allein im vergangenen Jahr!) ins rechte Licht rücken soll:

wir_waren_mal_besser

Witzig, oder? Gewalt, Diebstahl, Sachbeschädigung – das können echte Deutsche doch noch viel besser (beispielsweise wie die Großelterngeneration, auf die unsere richtig-deutsch-sein-Profis ja so stolz sind)…

Weiter geht’s – und das ist noch nicht einmal der „Knaller“ – mit der (lustig gemeinten) Verächtlichmachung des Grundgesetzes, genauer: des Artikels Nummer 3, in dem Aussagen zur Gleichheit aller Menschen gemacht werden, die natürlich für eine*n national denkende*n Deutsche*n einzig zur Belustigung dienen können:

Aprilscherze

Aber ja, die Gefahr wird überschätzt… es sind doch nur junge verwirrte Menschen (bis auf den verletzten Mann, seine Göttergattin und einige andere Depp*innen vom alten Eisen…) … die brauchen doch nur Arbeit und dann ist alles wieder gut… kennen wir schon…

Doch hier kommt nun der für den nationalen Idiot*innenkreis größte Spaß: die Vernichtung von Menschen, die sie als außerhalb der Volksgemeinschaft befindlich bezeichnen… Zu sehen sind zwei Bildschirmfotos aus einem Video, welches von der Aktiengesellschaft NationaleDummHeinies auf deren FB-Account gepostet wurde:
Bild 1) scheinbar tanzende Menschen, die vermutlich orthodoxe Juden darstellen sollen – unterlegt mit fröhlich-geistloser Musik;
Bild 2) ein rauchender Schornstein, der auf den Holocaust an Millionen Juden anspielt – unterlegt mit der selben fröhlich-geistlosen Musik…

holocaust

Wer noch 68 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus über derartig menschenverachtende Nazischeiße lachen kann, dem ist vermutlich auch mit Arbeit und akzeptierender Jugendarbeit nicht mehr zu helfen.

Im Hinblick auf die Nazi-Kundgebung am kommenden Mittwoch, den 3.4.2013, 17 Uhr an der Gedenkstele vor dem Rathaus in Nordhausen, kann daher nur gelten (gedankt sei’s DISYOUTH):

Sowas_kommt_von_sowas

Kein Fußbreit den Faschisten – Alerta Antifascista! Oder, wie’s die Jungs von egotronic formulieren würden: