Archiv für August 2013

Schere schlägt Papier und Blockade schlägt Nazis – again and again…

Es muss schon echt ziemlich nervig sein, wenn mensch eigentlich mit der Absicht durch die ganze Bananenrepublik Schland gurkt, um stets am Takt vorbei zu trommeln, unverständliches Geseier in Mikros zu brabbeln sowie geschichtsrevisionistische Propagandatränen zu vergießen und dann am Ende nicht an den Ort seiner*ihrer Begierde vordringen kann, weil ein „schwarz-bunter Mob“ aus Bürger*innen und Antifaschist*innen mal wieder mit Aktionen zivilen Ungehorsams die Straßen und Plätze besetzt hält. So geschehen in Bad Nenndorf – Nazis failed!

Es waren teilweise verrückte Szenen, die sich da abgespielt haben: – Bullen mit (Getränke-)Pullen für Demonstrant*innen; – ein Bulle im Lautsprecherwagen, der eindeutig einen massiven Clown gefrühstückt hatte; – Dixi-Klos als Lockmittel zur Auflösung und Umverlegung der Blockade (WTF?); – Demonstrant*innen die in Sprechchören Essen von der Polizei einfordern; – ein Bürgerbündnis, das sich solidarisch an den Blockaden beteiligt; – ein VFL Bad Nenndorf der ebenfalls blockiert und und und…

Aber auch Altvertrautes konnte mensch finden: – von der Staatsmacht mit Schmerzgriffen aus der Kette gerissen und über den Boden geschleift werden; – Erkennungsdienstliche Behandlung; – Polizeigewalt; – dumme Sprüche und die ganze Scheiße…

Dass die Nazen sich wie Vieh behandelt fühlten, wie Kummerad Fischer aus dem Weimar’schen eindrucksvoll zu berichten wusste, kann dem nachfolgendem Videobeitrag entnommen werden (jetzt mal im Ernst: lange nicht so herzhaft gelacht – der Apfel fällt offensichtlich nicht weit vom Vieh, oder was? Ist Krepel nicht eine Beleidigung?):

Echt arm, wer wegen so einer scheiß Veranstaltung sein*ihr Wochenden wegwirft, der muss ein sehr trauriges Leben haben… Was passiert wohl als Nächstes? Werden sie anfangen, sich beim Malen mit Kreide zu filmen und die Videos mit pathetischer Fahrstuhlmusik unterlegt auf ihre Weltnetzseiten stellen… lasst Euch bloß nicht erwischen… einfach nur lächerlich.

Die Bilanz zeigt: Nazis sind gefrustet, weil sie nicht an den Ort ziehen konnten, der für ihre Inszenierung zentral gewesen wäre – also: verkackt! In der ganzen Stadt nehmen Menschen jeden Alters an unterschiedlichen Veranstaltungen gegen Rechts teil – unzählige Menschen sind auf den Beinen und helfen mit. Außerdem erkennen bürgerliche Demonstrant*innen die Legitimität des zivilen Ungehorsams (ebenso wie die Brutalität der staatlichen Repression) und blockieren zusammen mit den Antifas – wie geil. De facto ist damit das Ziel der Nazis nicht nur verfehlt, sondern das ganze Gegenteil erreicht worden… Hut ab, gut gemacht.

Achso, falls sich jemand im Nachgang nochmal mit dem Repressionsapparat konfrontiert sehen sollte (unliebsame Post oder gar Hausbesuche), empfehlen wir die Lektüre eines Textes der Roten Hilfe Hannover.

Als kleine kulturelle Leckerlies gibt es jetzt noch Johnny Mauser samt Trouble Orchestra (mit einem Gruß an Schland und seine Patridioten):

und Martin Meiwes (mit einem Gruß an alle Nachtschwärmer*innen da draußen):

Immer dran denken:

Für die Freiheit – für das Leben – Nazis von der Straße fegen!