Archiv für November 2013

Rassismus bekämpfen – Verfassungsschutz auflösen!

Göttingen ruft – na, wenn das mal nix ist. Was da geht, verraten der untenstehende Flyer und der hier verlinkte Aufruf.

20131129_demo_plakat

Nah und fern

Für die Freund*innen langfristiger Planung empfehlen wir bereits heute, sich den 18.1.2014 im Kalender mit den Stichwörtern: „Magdeburg nazifrei!“ zu kennzeichnen. Warum? Das erklärt das nachfolgende Video:

No Pasaran! from Magdeburg Nazifrei on Vimeo.

Wer es lieber etwas kurzfristiger mag und eine etwas höhere Wahrscheinlichkeit wünscht, Linde and the Blumenkinder (echt schnuckelige Bilder vom Hohlengedenktag) straight outta Nordhausen zu treffen, der*die macht sich am kommenden Samstag, den 23.11.2013, auf nach Greiz:

20131123_Greiz

Auf nach Mölln!

Ach ja, Nordhausen, du Dorf: die Nazis legen ein zunehmend wahnhaftes Ausmaß an Verwirrung an den Tag und feiern neben der Gründung eines Stützpunktes der antisemitischen Europäischen Aktion, auch gerne mal die bekennend faschistische, goldene Morgenröte aus Griechenland ab und weinen alljährlich den Kriegsverbrechern alter Tage Krokodilstränen nach (endlich auch mal Opfer sein). Eigentlich echt arm – was ist nur aus den nationalen Wandervögeln geworden, die maximal sinnstiftend mit der Reichsflagge bewaffnet durch den Südharz hacken, um die bevorstehende Revolution zu trainieren… viel Spaß beim Verrennen.

Wer sich mit sinnvolleren Dingen beschäftigen möchte, fährt am besten am kommenden Wochenende (genauer: am 23.11.2013) nach Mölln. Den aktuellen Bezug stellt das nachfolgende Video her:

Kein Vergeben – kein Vergessen!

Filmbeitrag aus Greiz: Pogrome verhindern bevor sie entstehen!

Auch letzten Samstag, den 9.11.2013, gingen 500 antirassistisch Demonstrierende friedlich und lautstark gegen alltäglichen Rassismus und menschenverachtende Politik auf die Straßen der trüben Image-Perle des Vogtlands, Greiz.

Großen Dank an die Filmpiraten für den Beitrag.
Wer deren Arbeit unterstützen möchte, … spendet hier.

Bericht über Demonstration „Refugees Welcome“ in Erfurt

Dem Aufruf zur Demonstration „Refugees Welcome“ der Gruppe f.r.a.i. folgten am Freitag, dem 08.11.2013 über 200 Menschen, um ausgehend vom Erfurter Hauptbahnhof, über den Anger zum Domplatz ein Zeichen der Solidarität mit Geflüchteten zu setzen. In Redebeiträgen wurde die restriktive, drohnen- und satellitengestützte Flüchtlingspolitik der Festung Europa kritisiert und die aktuelle Pogromstimmung deutscher Wutbürger gegenüber Asylsuchenden verurteilt. Erfahrungsberichte direkt Betroffener und der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ erweiterten mit erlebten Details die Vielschichtigkeit der Problematik.

In der monotonen Hektik des alljährlichen Shoppingmarathons ist die Demonstration für manche Kaufaffine zu einer unerwarteten „Attraktion“ geworden, die zum Stehenbleiben, Filmen, Nachfragen oder zu Beifall animierte.

Auf nach Greiz!

Pogrome verhindern…

… der deutsche Mob fühlt sich schon wieder bemüßigt, gegen geflüchtete Menschen zu hetzen und pogromartige Stimmung zu verbreiten. Die Erinnerungen an Rostock-Lichtenhagen, Mölln, Hoyerswerda und die vielen weiteren Stationen rassistischer Mobilmachung Anfang der 90er Jahre werden wieder wach, sekundiert von der gleichen medialen und politischen Hetze, die schon damals Öl ins Feuer der Rassist*innen gegossen hat.

Was allein in den letzten Wochen an Anschlägen auf von Migrant*innen bewohnte Häuser verübt wurde, zeigt eine vom Infoladen Sabotnik erstellte unvollständige Chronik.

Jede*r der*die Zeit hat, sollte sich aufmachen, um den Geflüchteten zur Seite zu stehen und den deutschen Zuständen den Kampf anzusagen. Die nächsten dafür geeigneten Termine sind der kommende Freitag (8.11.) in Erfurt und der darauf folgende Samstag (9.11.) in Greiz sowie jeder weitere Tag in dieser kapitalistisch zugerichteten Welt… Refugees welcome – bring your families!

Den Kollegen Mauser und Gips sei gedankt, denn sie haben einen Soundtrack vorbereitet, der es auf den Punkt bringt:

… und vielleicht noch einen Zacken progressiver formulieren es dankenswerter Weise Koljah und Tai Phun:

No border – no nation! Fight racism, now!

Stickerheft

Ihr kennt es noch. Damals. In der Schule, im Kindergarten, auf dem Bolzplatz: das Stickeralbum. Dank freundlicher Zuarbeit dürfen wir euch nun unsere Spezialedition vorstellen. Sammelt weiter fließig und tauscht untereinander. Wer Raritäten sein eigen nennt, darf auch gern mit uns tauschen.

Doku: Antisemitismus heute – wie judenfeindlich ist Deutschland?

Diese Frage wird in der Dokumentation jungen Muslimen, der „Mitte“ der Gesellschaft und modernen Neonazis gestellt.

Schauplatz der rechtsextremen Interviewpartner bildet „das politischen Fest der Nationalen“, welches der Thüringer NPD- Kreisvorsitzende des Kyffhäuserkreises, Patrick Weber, im August 2013 in der kleinen Gemeinde Berga zwischen Sangerhausen und Nordhausen veranstaltete. Die Aktionsgruppe Nordhausen bewarb die NPD-Veranstaltung und stellte Ordner.

(Quelle: ARD, http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage-dokumentation/17842046_antisemitismus-heute-wie-judenfeindlich-ist)

Für die NPD war es ein erfolgreiches, der Parteikasse zuträgliches Nazifest voller rechter Bands sowie Rednern, die bereits der Justiz in der Vergangenheit aufgrund volksverhetzender und antisemitischer Meinungsäußerungen aufgefallen ist.
Alles in einem Dorf, das 2013 während der Beherbergung von 1000 Neonazis fast ausnahmslos durch Gardinen gafft, sich gegen Gegendemonstrationen wehrt und höchstwahrscheinlich am Ende vorgibt am Wi(e)der-Bierstand gewesen zu sein oder einfach von nichts gewusst zu haben.
Die Ausrede der Einmaligkeit, die Rechten kämen schon nicht wieder, ist seit der erneuten Anmeldung des zweiten Nazifests in Berga 2014 nicht mehr anführbar.
Wegschauen geht halt immer! Bleibt zu hoffen, dass den Einwohnern des neuen Rechtsrockparadieses Berga bei steigendem Problemdruck und Besucherzahlen die Rosen im Vorgarten heil bleiben und der Schäferhund die jährliche Specknackenparade als Zeichen des widerstandslosen Untergangs Bergas erträgt.

Zur Dokumentation „Antisemitismus heute – wie judenfeindlich ist Deutschland?“ (43:58)